Akzeptanz
Hast du schon einmal darüber nachgedacht, was es bedeutet, etwas wirklich zu akzeptieren? Wie fühlt sich das an? Ich habe erst in dem Prozess, mich von meinen alten Betäubungs- und Kompensationsmustern zu lösen und gänzlich ungefiltert durchs Leben zu gehen, gespürt, was es wirklich bedeutet, etwas voll und ganz zu akzeptieren. Und ich stelle fest: Es gibt sie immer wieder, diese Momente, in denen ich mich entweder für Akzeptanz oder für Widerstand entscheiden muss.
Echte Veränderung geschieht nicht über Nacht – sie ist eine ganz persönliche Reise, die Raum zum Atmen und ihre eigene Zeit braucht, damit Körper und Geist wieder in den optimalen Fluss finden. Jede einzelne Zelle darf lernen, diesen Weg mitzugehen. Denn der Weg zu sich selbst ist eine Reise in Etappen.
In meiner Zeit, in der ich noch unbewusst funktionierte und ständig mein System deckelte, gab es viele Momente, in denen ich wusste, dass sich etwas ändern muss. Und je nachdem, wie stark mich die Realität einholte, wusste ich auch, dass ich selbst etwas ändern muss. Ich habe mir oft eingeredet, dass die chronische Müdigkeit, mein Mangel an Selbstwertgefühl, die überflüssigen Kilos, die Reibungen in der Beziehung zu den mir wichtigen Menschen, meine Ausstrahlung, Konzentrationsschwächen und vor allem mein Glück von äußeren Einflüssen abhingen. Und ich habe mich immer gewundert, warum die Probleme bleiben und sich nichts verändert. Schuldzuweisungen und Selbstmitleid haben mich nicht wirklich weitergebracht, obwohl ich darin gut geübt war. Ich dachte, der Schlüssel zum Glück wird mir irgendwann ausgehändigt, wenn ich nur lange genug leide.
Es gab aber auch die Momente, in denen ich wusste, dass ich aufhören muss, wegzusehen und mich abzulenken. Dass eine Veränderung stattfinden muss, für die nur ich allein die Verantwortung trage. Die Entscheidung, mit diesen schädlichen Gewohnheiten aufzuhören und den Autopiloten auszuschalten, forderte eine gewaltige Portion Mut ein. Und ohne die Akzeptanz, dass diese tiefen Verhaltensmuster und inneren Blockaden mein System komplett im Griff hatten, hätte ich mich nicht für diesen radikalen, unbetäubten Weg entscheiden können. Ich habe endlich voll und ganz akzeptiert, dass dieses festgefahrene Muster zu mir und meiner Geschichte gehört.
Ich kann mich an zahlreiche Versuche erinnern, mir das Gegenteil zu beweisen. Eine verzerrte Realität, die ich mir vorlog, Vergleiche mit Menschen, die scheinbar noch viel „schlimmere“ Kompensationsmuster lebten, und der Versuch, die Akzeptanz gegen Stagnation einzutauschen, haben mich viele Jahre dazu gebracht durchzuhalten, zu kämpfen, Gefühle zu unterdrücken und zu verdrängen. Eine große Lüge, die nur allmählich in ihrem Konstrukt zerbröckelte. Heute kann ich diese Illusion erkennen. Ein Bild, das ich von meinem Leben hatte, in dem ich selbst nicht vorgekommen bin, weil mein Nervensystem stets im Überlebensmodus lief und ich mich selbst nicht wirklich spüren konnte.
Das heißt nicht, dass ich von morgens bis abends völlig am Boden war. Im Gegenteil – ich war eine unheimlich gut funktionierende Frau im Hamsterrad. Nein, es waren die unbewussten Gründe, aus denen ich handelte. Eine verblendete Sicht meines Lebens und die Verleugnung meiner wahren Persönlichkeit. Es gibt zwei Gründe, die zu einer Veränderung führen: Entweder äußere Umstände oder, weil wir unzufrieden mit uns sind.
In meinem Fall war ein äußerer Umstand der auslösende Moment, zusammen mit dem Leidensdruck, der sich allmählich als unerträglich und nicht kompatibel mit meiner Rolle als Mutter erwies. Es gab diesen Moment, in dem ich mich radikal fragen musste, wo ich mich eigentlich befinde, was gerade falsch läuft und warum ich mein eigenes System ununterbrochen sabotiere.
Erst als ich diesen Schritt gegangen war und einige Jahre ohne diese alten Betäubungsmechanismen lebte, stieß ich so richtig auf meine eigentlichen, tieferliegenden Baustellen. Die Schleier waren weg, aber die alten, im Körper gespeicherten Blockaden waren noch da. Und genau das war der Punkt, an dem ich viel später das Cell-Reactive-Training (CRT) für mich entdeckte. Auf dem CRT-Weg habe ich gelernt, dass genau hier – an den tiefen Mustern, die wir jahrelang weggedrückt haben – die zelluläre Eigenregulation ansetzt. Je mehr Zellen wieder harmonisch zusammenarbeiten, desto leichter können wir diese alten, freigelegten Muster endgültig auflösen, den Kampf im Körper beenden und Geist und Körper wieder in den optimalen Fluss bringen.
Und genau diese Frage führte mich zu der tiefen Akzeptanz, die es brauchte, um den ersten, mutigen Schritt in die richtige Richtung zu gehen.
Zu sagen: „Ich lasse meine alten Schutzmechanismen jetzt endgültig los.“
Das Gefühl von Verletzlichkeit, Nacktheit und die Angst vor dem Ungewissen zog mir im ersten Moment regelrecht den Boden unter den Füßen weg. Gleichzeitig jedoch spürte ich sofort etwas Wundervolles: Die Auflösung von Stagnation, starrer Kontrolle und tief sitzendem Misstrauen. Ich habe in diesem Moment verstanden, dass ich es selbst bin, die den Schlüssel zum eigenen Glück in den Händen hält.
Das Gefühl von tiefem Vertrauen übernahm ab diesem Tag die Führung. Ich ließ mich fallen, legte meinen schweren Panzer ab und erlaubte mir, verletzlich zu sein. Solange mein eigenes System damals im permanenten Überlebensmodus lief, war das für mich kein echtes Leben – es war ein reines, anstrengendes Funktionieren. Für mich war es ein riesiger Wendepunkt, anzunehmen, dass mein Körper in dieser Zeit einfach nur versucht hat, alten Stress und Druck mit den ihm damals zur Verfügung stehenden Mitteln zu kompensieren.
Im Laufe meines persönlichen Prozesses stellte ich nach über drei Jahren des unbetäubten Lebens fest, dass immer noch Teile dieses alten Panzers Schicht für Schicht abbröckelten. Ich begegnete meinen alten Prägungen immer wieder auf einer völlig neuen Ebene der Akzeptanz – jedoch mit immer weniger Schutzmauern und einer dafür stetig wachsenden inneren Stärke, die mich heute aufrecht hält und strahlen lässt.
In unserer heutigen Gesellschaft ist das unaufhörliche Funktionieren, das Übergehen der eigenen Grenzen und das „Sich-Anpassen“ absolut akzeptiert. Wenn das eigene System dann irgendwann blockiert und die Energie nachlässt, wird das jedoch oft tabuisiert. Menschen, deren Nervensystem unter Dauerstress die Balance verliert, gelten in einer Leistungsgesellschaft fälschlicherweise schnell als überlastet oder mental nicht stark genug. Dabei werden Betroffenen im Außen oft die gleichen Pauschallösungen übergestülpt.
Doch das ist zu kurz gedacht. Jede Geschichte eines Menschen ist absolut einmalig. Zwar gibt es im Stressverhalten erkennbare Parallelen, aber alle in eine Schublade zu stecken und denselben starren Lösungsweg zu diktieren, funktioniert nicht.
Jeder Mensch ist ein absolutes Individuum mit einer eigenen Geschichte, eigenen Gefühlen, zellulären Erfahrungen und persönlichen Interpretationen.Genau hier schließt sich für mich heute der Kreis zum Cell-Reactive-Training. Es braucht eine zutiefst ganzheitliche Sicht auf die Dinge, in die du als einzigartiges Wesen integriert bist.
Akzeptanz ist der erste Schritt im Kopf. Doch manchmal braucht auch unser biologisches System Unterstützung, um diesen inneren Frieden wirklich zu verkörpern. Wenn du spürst, dass dein Geist bereit ist, aber dein Körper noch im Widerstand (Dauerstress) feststeckt, kann das Cell-Re-Active-Training das fehlende Puzzleteil sein. Hier erfährst du mehr über den biologischen Weg zur Freiheit: Cell-Reactive Training
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